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Psoriasis, Schuppenflechte

Bei der Psoriasis (Schuppenflechte) handelt es sich um eine gutartige, nichtansteckende, chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, die mit erhöhter Schuppenbildung der Haut einhergeht. Die Krankheit kann still verlaufen, mit leicht erhöhter Schuppenbildung oder so schwerwiegend sein, dass das ganze Leben des Betroffenen eingeschränkt wird und die Krankheit als Behinderung angesehen werden muss.
Typisch sind scharf begrenzte, rote, erhabene, teils juckende Herde, die mit mit silberweissen Schuppen bedeckt sind. Am häufigsten ist die Haut im Bereich der Ellenbogen und Knien, die behaarte Kopfhaut und die Kreuzbeingegend betroffen. Auch die Gelenke können bei Psoriasis betroffen sein.
Psoriasis kann weitervererbt werden und kommt bei hellhäutigen Personen häufiger vor. Frauen und Männer zwischen 15- bis 40-jährig sind etwa gleich häufig betroffen.

Entstehung
Bis heute sind die Gründe der Entstehung einer Schuppenflechte noch nicht klar. Eine gewisse genetische Veranlagung scheint zu bestehen, die Krankheit wird aber nicht in jedem Fall weitervererbt. Auch immunbiologische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen. Ebenso gibt es eine Reihe von Faktoren, die eine Schuppenflechte zum Ausbruch bringen, respektive einen Schub auslösen können:

  • Alkohol- und Nikotinkonsum

  • Emotionaler Stress

  • Stoffwechselstörungen

  • Übergewicht

  • Hormonelle Faktoren

  • Bestimmte Medikamente (z.B. Betablocker, ACE-Hemmer, Lithium, Malariamittel oder bestimmte Rheumamittel)

  • Äussere Verletzungen

  • Klimatische Veränderungen


Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Ernährung. Allerdings ist auch hier eine hohe Individualität vorhanden.
Bei Alkohol, Nikotin und Stress ist es nicht eindeutig erwiesen, ob diese Faktoren als Ursache oder aber als Folge der Krankheit gelten sollen. Häufig ist wohl beides der Fall. Auch Infektionen durch Bakterien wie z.B. eine Mittelohrentzündung oder Angina, aber auch durch Viren oder Pilze, können verantwortlich sein.
Der Angriff auf das Immunsystem scheint aus einer Verwechslung zu entstehen; das heisst, bei einem Infekt werden auch Zellen der Oberhaut bekämpft, da die Oberfläche dieser Zellen der Oberfläche der für den Infekt verantwortlichen Bakterien ähnlich sind.


Therapie:

Am allerwichtigsten sind die hygienischen Massnahmen und die Pflege der Haut. Milde, reizarme, rückfettende Dusch- und Badezusätze verwenden; Fettsalben oder fette Crèmes helfen den Eigenschutz der Haut zu fördern.
UV-Licht (Aufenthalt in der Sonne), Baden im Meer (hoher Salzgehalt) scheinen eine beruhigende Wirkung auf die Psoriasisherde zu haben. Allerdings kann eine übermässige UV-Bestrahlung der Haut auch schaden (Hautkrebsrisiko!). Risikofaktoren wie übermässiger Alkoholkonsum oder Stress sollten vermieden werden.
Nahrungsergänzungsmittel mit Zink, Vitamin-B, Folsäure und hochwertigen Fettsäuren bessern die Symptome in den meisten Fällen erheblich. Eine Entgiftungskur alle 4-6 Monate ist für Psoriasispatienten unbedingt zu empfehlen.


Kommen Sie vorbei, wir beraten Sie gerne.

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